Island 2011

Tag 7

Tag 7

Vögel an der Halbinsel Tjörnes

Steilküste von Tjörnes
Papageientaucher
Eissturmvogel
Eissturmvogel-Küken

Schlucht Ásbyrgi

Die Hufeisenform der Schlucht Ásbyrgi stammt von Sleipnir, Odins achtbeinigem Pferd. Die Schlucht ist ein Abdruck seines Hufes.
Eine andere Theorie behauptet, gewaltige Gletscherläufe seien schuld, die vor 4000, 3000 und 2500 Jahren nach Ausbrüchen im Vulkansystem des Vatnajökull stattfanden. Dabei formten Flüsse von bis zu 200 000 m3/s die Schlucht.

Am Grund der Schlucht wandert man durch einen Birkenwald (nach isländischen Maßstäben …). Diese Birken haben eine graue Rinde, keine weiß-schwarze wie sonst. Das liegt daran, dass sich hier ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Elfen befindet. Gesehen haben wir keine – was aber nicht verwunderlich ist, da Elfen sich normalerweise nie blicken lassen. Das liegt an ihrer Herkunft. Sie sind ebenfalls Kinder von Adam und Eva, aber als Gott sich eines Tages im Paradies zu Besuch ankündigte, waren die Elfenkinder so schmutzig, dass Eva sie versteckt hat. Und das tun sie bis heute. Sollte man doch mal einen sehen, erkennt man das daran, dass sie nur ein Nasenloch haben, ansonsten sehen sie aus wie wir.

„Elfenbirken“ in Ásbyrgi

Gletscherlauf

Ein Gletscherlauf ist das plötzliche Entleeren eines Sees, der unter einem Gletscher liegt. Was hier läuft, ist also das Wasser, nicht der Gletscher. In Vulkangebieten kann es zu einem Gletscherlauf kommen, wenn der Gletscher über Hochtemperaturgebieten oder einem Vulkan liegt. Über Hochtemperaturgebieten wird der Gletscher von unten ständig weggeschmolzen und das Wasser sammelt sich erst einmal in einem Becken. Wenn der Druck des Wassers schließlich zu groß wird, durchbricht es das Eis und ergießt sich in tiefer gelegene Täler. Größer und unberechenbarer sind Gletscherläufe, die durch einen Vulkanausbruch hervorgerufen werden. Bei dem Ausbruch wird ebenfalls das Eis von unten abgeschmolzen, der prinzipielle Ablauf ist derselbe.

Schlucht des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum

Vor etwa 8000 Jahren ist direkt unter dem Fluss ein Vulkan ausgebrochen. Das Zusammentreffen von Lava und Wasser führte aufgrund der Dampfausdehnung zu gewaltigen Explosionen, die die Landschaft regelrecht zerfetzten. Man findet hier sehr schöne Lavaformationen, wie →Basaltrosetten.
Die Felsen heißen Hjlóðaklettar, was mit Echofelsen übersetzt wird. Aber ein Echo gibt es hier nicht – es handelt sich um einen Übersetzungsfehler.

Jökulsá á Fjöllum
wellenförmige Basaltsäulenschicht
Basaltrosette

Dettifoss

Der Dettifoss (was „stürzender Wasserfall“ bedeutet) ist der größte Wasserfall im Nordosten Islands und der energiereichste in Europa. Die Jökulsá á Fjöllum fällt hier 100 m tief, davon entfallen 45 m auf den Dettifoss. 10 m hoch ist der etwa 1 km flussaufwärts gelegene Selfoss, 27 m der 2 km flussabwärts gelegene Hafragilsfoss.

Der Selfoss
Schlucht unterhalb des Dettifoss
Dettifoss

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Copyright© 2011, Wiebke Salzmann

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