Island 2011

Tag 10

Tag 10

Tuffschlucht Fjaðrárgljúfur

Diese etwa 2 km lange Schlucht ist bis zu 100 m tief. Entstanden ist sie, als der Gletscherfluss Fjaðrá sich im →Tuffgestein einen Canyon grub, der im Laufe der Jahrtausende immer tiefer wurde.

Weitere Bilder der Tuffschlucht Fjaðrárgljúfur finden Sie in dieser →Bildergalerie zu Tag 10.

Eldhraun

Eldhraun werden die Lavamassen der Laki-Spalte genannt, die in den Jahren 1783–1784 ausbrachen. Es handelt sich um eine →Kraterreihe aus ca. 130 →Kratern (und zwar Schlacken- und Schweißschlackenkegel), die sich über 25 km erstrecken. Der Ausbruch hatte Auswirkungen auf das weltweite Klima, da die →Aschewolken eine Verdunkelung des Himmels mit sich brachten, was wiederum die Sonnenstrahlung abschirmte, deshalb die Temperatur fallen ließ und Missernten zur Folge hatte. Der ausgestoßene Schwefel reagierte mit dem Wasser in der Luft zu Schwefelsäure, die noch in Großbritannien zu einer erhöhten Todesrate führte. Am schlimmsten war natürlich Island selbst betroffen, giftige Gase wie Fluor, die der Vulkan ausgestoßen hatte, regneten zu Boden und ließen Vegetation und Vieh zugrundegehen.
Die Laki-Lava ist 5 bis 10 m dick. Da das Klima hier feucht ist, ist die Lava mit einer dicken Moosschicht bedeckt.

Eldhraun
Ein →Gletscherlauf zerstörte im Juli 2011 die Brücke in der Nähe des Mýrdalsjökull

Wanderung auf den Tuffberg Reynisfjall

Blick vom Reynisfjall

An der Küste

→Basaltsäulen

Die Steine hier am Strand wurden vom Meer angespült. Das Braune ist →Tuff, das Graue →Lava.

Tuff mit Lava-Einsprengseln
Mitte hinten: Tuff mit Lava-Einsprengseln

Der Skogafoss

Dieser doppelte Regenbogen war kreisrund, was sich leider ohne extremes Weitwinkelobjektiv nicht fotografieren ließ. Einen kreisrunden Regenbogen an Wolken kann man nur vom Flugzeug aus beobachten, denn der untere Teil vom Bogen liegt unter dem Horizont, wenn man auf der Erde steht. Hier funktionierte das, weil die regenbogenerzeugenden Wassertropfen sich in wesentlich kürzerer Entfernung befanden, was einen kleineren Bogen zur Folge hat. (Nicht lachen – ich bin natürlich automatisch zurückgegangen, um einen besseren Blick auf den vollständigen Bogen zu bekommen, der sich genau bei meinen Füßen schloss … ziemlich erfolglos, wie man sich denken kann. Wer mehr über die Entstehung von Regenbögen wissen will, kann das hier erfahren: http://www.physik.wissenstexte.de/halo.htm)

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Copyright© 2011, Wiebke Salzmann

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