Island 2011

Tag 9

Tag 9

Gletscherlagune Jökulsárlón

Der Jökulsárlón am Südrand des Gletschers Vatnajökull ist mit 18 km2 der größte isländische Gletschersee. Er ragt noch 2–3 km unter die Gletscherzunge und ist ca. 250 m tief. Durch den hohen Druck ist das Eis so dicht und schwer, dass es zu 90 % unter Wasser liegt (der normale Wert beträgt 70 %).

Für die Fahren auf der Lagune werden Amphibienfahrzeuge eingesetzt.
Die schwarzen Schichten bestehen aus →Asche von Vulkanausbrüchen.
Das Eis des Gletschers ist etwa 1000 bis 1500 Jahre alt. Durch den hohen Druck im →Gletscher wurde die Luft weitgehend aus ihm herausgepresst, deshalb ist es sehr klar.

Blaues Eis

Gletschereis ist blau gefärbt (manchmal auch grünlich). Das ist keine Besonderheit des Gletschereises, alles Eis (wie auch Wasser) erschiene uns blau, wenn es nur genügend dick wäre. Wir sehen normalerweise aber nur vergleichsweise dünne Eisstücke (oder Wasserschichten), die dann farblos erscheinen.
Die blaue Farbe kommt daher, dass Eis im Infraroten absorbieren, wobei auch ein geringer Anteil an rotem Licht absorbiert wird. Von dem Licht, dass durch eine Wasser- oder Eisschicht hindurchgeht, bleibt also ein höherer Anteil blauer und grüner Wellenlängen übrig, weshalb Eis und Wasser blau erscheinen, wenn die Schicht dick genug ist.

Noch eine Gletscherlagune

Die Hügel vor dem Gletscher sind →Moränen, die dieser beim Abschmelzen zurückgelassen hat.
Dieses Gemengelage an Steinen könnte auch hier am Ostseestrand liegen – beides ist von Gletschern zusammengeschobenes Geröll verschiedener Gesteine. (Das an der Ostsee ist vom Meerwasser noch runder geschliffen.)

Zunge des Vatnajökull

Weitere Bilder von Gletscherseen und Gletschern finden Sie in dieser →Bildergalerie zu Tag 9.

Alte Gebäude in →Grassodenbauweise

Torfkirche in Hof

Kapelle in Núpsstaður

„Volcanic ash from Grimsvötn 2011
feel free to take a sample“

Verschiedene Häuser in Grassodenbauweise

Wanderung im Nationalpark Skaftafell

„Wenn man sich in einem isländischen Wald verläuft, braucht man nur aufzustehen.“

Die isländischen Weihnachtsmänner

In Island gibt es nicht nur einen, sondern dreizehn Weihnachtsmänner. Dass diese wenig mit unserem gemütlichen, älteren, rot-weiß-beplüschten Herrn zu tun haben, zeigen schon deren Namen, wie: Türenknaller, Topflecker, Quarkfresser oder Wurstdieb. Ab dem 12. Dezember kommt jede Nacht einer der Gesellen und klaut und treibt Unfug. Heutzutage bringen sie allerdings neben dem Schabernack auch Geschenke (auch isländische Weihnachtsmänner unterliegen den Einflüssen der Globalisierung und dem internationalen Wettbewerbsdruck).

Weniger bekannt ist dieser vierzehnte Weihnachtsmann. Sein Auftauchen am 1. Weihnachtstag bleibt meist unbemerkt, da er nichts weiter tut, als sich im Spiegel zu betrachten und seine ausgefallene Frisur zu bewundern. Da er unterwegs auch sämtliche Pfützen und Eisflächen zu diesem Zweck nutzt, schafft er es regelmäßig nicht, rechtzeitig vor dem Heiligen Abend bei den Leuten zu sein. Ein derart intensives In-den-Spiegel-Starren hinterläßt bei empfindlichen Spiegeln allerdings doch schwache Gebrauchsspuren – das Spiegelbild verschwindet unter Umständen nicht mehr völlig. Das hat schon zu schweren Nervenzusammenbrüchen und Ehekrisen geführt, wenn die Hausfrau morgens die grüngrasige Weihnachtsmann-Frisur im Spiegel für ihre eigene hielt. Im Allgemeinen wird das jedoch auf den Weihnachtsstress zurückgeführt.

Der Svartifoss

Berühmt sind die →Basaltsäulen am Svartifoss, deren dunkle Farbe dem Wasserfall auch seinen Namen gegeben hat („schwarzer Wasserfall“).

Der Svartifoss

Skaftafellsjökull

Der Skaftafellsjökull ist eine 10 km lange und knapp 2,5 km breite Zunge des →Gletschers Vatnajökull.

Blick vom Aussichtspunkt Sjónanípar auf die Gletscherzunge Skaftafellsjökull
Skaftafellsjökull
Gletscherfluss mit Sander

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Copyright© 2011, Wiebke Salzmann

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