Island 2011

Tag 3

Tag 3

Gullfoss

Der Fluss Hvitá bildet den Wasserfall Gullfoss. Der Gullfoss fällt in zwei Stufen, die 11 und 21 m hoch sind und fast im rechten Winkel zueinander stehen.

Die Schlucht der Hvitá
Der Gullfoss

Weitere Bilder finden Sie in dieser →Bildergalerie zu Tag 3.

Basaltsäulen

Während die kontinentale Kruste aus Granit besteht, ist die ozeanische Kruste aus Basalt. Granit entsteht, wenn Magma im Inneren der Erdkruste (langsam) abkühlt und kristallisiert; Basalt bildet sich, wenn das Magma an die Erdoberfläche dringt (ab dann heißt es Lava) und dort (rasch) abkühlt. Wie die erkaltete Lava dann aussieht, hängt von den Bedingungen ab, unter denen sie erkaltet. Geht die Abkühlung vergleichsweise langsam vor sich (Abkühlung an der Erdoberfläche ist immer rasch im Vergleich zu der im Krusteninnern, kann aber auch hier unterschiedlich schnell ablaufen), können sich Basaltsäulen bilden. Während der Abkühlung zieht sich die Lava zusammen, es bilden sich Schrumpfungsrisse und oft meterlange Basaltsäulen entstehen. Meist ist ihr Querschnitt sechseckig. Die Säulen sind immer senkrecht zur Abkühlungsfläche gerichtet – in einem flachen Lavasee stehen die Säulen also senkrecht zwischen Boden und Oberfläche. In Höhlen können sich auch Lavarosetten bilden: Da die Abkühlungsfläche rund um die Lava liegt, zeigen die Basaltsäulen dann nach innen.

Radial gerichtete Basaltsäulen in der Hvitá-Schlucht.

Hochland

Die Fahrt verlief dann durch das Hochland zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. Das Hochland ist sehr karg, fast wüstenähnlich und leidet unter starker Erosion. Schuld daran ist eine übermäßige Beweidung durch Schafe. Fehlt der Pflanzenwuchs, der die Krume festhält, ist der Boden bald durch Wind und Regen wegerodiert. Man versucht, dem durch Aussaat der arktischen Lupine entgegenzuwirken. Pflanzenwurzeln halten die Erdkrume fest.

Im Hintergrund ist der Gletscher zu sehen.
Diese Bodenwellen sind eine Folge des Frostes. Bilden sich im Boden Eislinsen, heben diese den Boden an, da Eis ein größeres Volumen hat als die gleiche Menge Wasser. (Deshalb können Flaschen im Gefrierschrank platzen …)

Hveravellir

In der Nähe des Gletschers Langjökull liegt das Hochtemperaturgebiet Hveravellir mit seinen heißen Quellen.

Die Solfatare Öskurhöll, was auf Deutsch „Brüllender Hügel“ bedeutet (und wer ihm mal zugehört hat, weiß, warum …).

Fumarolen und Solfataren

Im Gegensatz zu einem →Geysir oder einer heißen Quelle tritt an einer Fumarole kein flüssiges Wasser, sondern Dampf aus. Befindet sich in einem unterirdischen Wasserreservoir nur wenig Wasser, herrscht dort ein geringer Druck. Das erhitzte Wasser wird daher auf seinem Weg nach oben vollständig in Dampf umgewandelt. Enthält der Dampf zusätzlich Schwefelverbindungen, nennt man die Fumarole Solfatare.

Weitere Bilder finden Sie in dieser →Bildergalerie zu Tag 3.

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Copyright© 2011, Wiebke Salzmann

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